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Was ist Apfelkraut?

Apfelkraut wird manchmal auch als Apfel – Rübenkraut oder Apfelsirup bezeichnet. Dabei handelt es sich um ein braunes Gelee, das aus dem Saft von Äpfeln gewonnen wird. Die Zugabe von Birnensaft sowie Gewürzen ist in begrenzten Mengen erlaubt. Apfelkraut wird bevorzugt als Brotaufstrich verwendet. Oftmals kommt es auch als alternatives Süßungsmittel zum Einsatz, z.B. für Gebäck.


Wie schmeckt Apfelkraut?

Laut Verbraucherstimmen erfreut sich das Grafschafter Apfelkraut an einer besonderer Beliebtheit. Es überzeugt durch seinen herben, fruchtigen Geschmack und durch einen besonders hohen Fruchtanteil. Dem Produkt wird kein zusätzlicher Zucker beigefügt.

Aber auch das rheinische Apfelkraut von der Machart der bekannten Marke „Lands“ ist zu empfehlen. Es schmeckt fruchtig süß und enthält einen Anteil an Birnen. Lands bietet Apfelkraut mit oder ohne Zuckerzusatz an. Abhängig von den Zugaben entfaltet sich das Apfelkraut daher entweder einen herben oder süßlicheren Gedanken.

Apfelkraut kaufen – Worauf ist zu achten?

Entsprechend dem Deutschem Lebensmittelbuch, welches die Leitsätze für Obsterzeugnisse regelt, gelten folgende Grundsätze:

  • Apfelkraut wird aus eingedickten Saft hergestellt, der im Pressverfahren gewonnen worden ist.
  • Die Basis bilden frische und gedämpfte oder eingekochte Früchte.
  • Der Zusatz von Zuckerarten ist erlaubt.
  • Ein Kilo Apfelkraut muss aus mindestens 2,7 kg Äpfel und Birnen bestehen. Davon müssen die Äpfel den größeren Teil von etwa 2,1 kg ausmachen. Es dürfen auf diese Menge nur 400 g Zuckerarten verwendet werden.
  • Apfelkraut hat eine braune bis dunkelbraune Farbe.
  • Bei einer Temperatur von 18 Grad ist es streichfähig.

Apfelkraut hat einen fruchtig-süßen Geschmack. Es darf keine bittere oder angebrannte Note aufweisen.
Produkte, die den oben genannten Leitsätzen nicht entsprechen, dürfen sich nicht als Apfelkraut bezeichnen. Produktnamen wie „Apfel-Birnenkraut“, „Apfel-Rübenkraut“ oder „Obstkraut“ sind für solche Produkte allerdings erlaubt.

Leckeres Apfelkraut wie vom Landwirt – Qualitätskriterien im Überblick

Sofern alle oben genannten Qualitätskriterien eingehalten werden, ist das beste Apfelkraut letztendlich eine Geschmacksfrage. Da es nicht allzu viele Hersteller gibt und es sich bei Apfelkraut um ein regionales Produkt handelt, kann man zügig Vergleiche ziehen und seine persönliche Lieblingsmarke finden.

Wie oben bereits erwähnt, sind das Grafschafter Apfelkraut und das Apfelkraut der Marke Lands sehr beliebt. Der beste Test in Bezug auf das Apfelkraut ist somit der eigene Verzehr. Apfelkraut lässt sich darüber hinaus in einfachen Arbeitsschritten selbst herstellen.

Hierzu nimmt man am besten sehr süße Apfelsorten. Die Zugabe von Birnen ist optional, aber durchaus empfehlenswert. Die Früchte sollten reif sein. Auch die Zugabe von Zucker und Gewürzen (z.B. Vanille oder Zimt) ist optional. Allerdings ist das Apfelkraut mit Zucker länger haltbar als ohne Zucker. Für 750 g Apfelkraut benötigt man etwa 6 Kilo Äpfel.

Apfelkraut hat eine lange Tradition

In früheren Zeiten, als es noch keine Kühlschränke und Kühlkammern gab, wurde Obst und Gemüse zwecks Konservierung gerne eingekocht und eingelegt. So konnte man ausreichend Vorräte für den Winter sicherstellen. Auch die Herstellung von Apfelkraut geht auf diese Tradition zurück.

Frische Äpfel lassen sich nur begrenzte Zeit lagern. Apfelkraut hingegen ist haltbar. Je mehr Zucker ihm beigefügt wird, umso haltbarer ist es.

Herstellung von Apfelkraut – Wie aus Omas Küche

apfelkraut-pizza-verwendung

Lange vor den Zeiten einer industriellen Produktion fand die Apfelkrautherstellung in lokalen Krautpressen oder Krautküchen statt. In zahlreichen Obstbauregionen verfügte jedes Dorf über eine eigene Krautpresse. Die Apfelernte sowie das anschließende Krautkochen stellten ein feierliches und vor allem gesellschaftliches Ereignis dar, an dem das ganze Dorf teilnahm.

Die Bezeichnung „Krautpresse“ bezieht sich auf einen wichtigen Arbeitsschritt der Zubereitung. Nachdem die Äpfel viele Stunden lang gekocht worden sind, wird das Obst ausgepresst. Der auf diese Weise ausgetretene Fruchtsaft wird gesiebt und anschließend weiter eingekocht. Das Einkochen wurde zwar oftmals in der Gemeinschaft zelebriert, aber auch die Herstellung im Bauernhaus war nicht unüblich.

Wofür kann man Apfelkraut verwenden?

Traditionell wird Apfelkraut als süßer Brotaufstrich verwendet, ähnlich wie Marmelade oder Konfitüre. Ab und an findet sich Apfelkraut in der Hausmannskost wieder. Manchmal wird es Soßen beigemischt, um den Geschmack abzurunden. Apfelkraut kann ebenso zu Pfannkuchen oder Kartoffelpuffer serviert werden.

Früher war die Herstellung von Apfelkraut ein ländliches und traditionelles Großereignis. Heute handelt es sich um ein industriell hergestelltes Massenprodukt. Besonderer Beliebtheit erfreut sich Apfelkraut im Rheinland sowie in den angrenzenden niederländischen und belgischen Gebieten.

Apfelkraut lässt sich auch sehr gut als Aufstrich für Pizza verwenden, wo es dann die Tomatensoße ersetzt. Diese süßen Pizzen bringen neue Perspektiven in die Küche und ermöglichen eine aufregende Kombination auch mit Speck und Käse.

Gerade wenn man neue Geschmackserlebnisse sucht, ist man mit dieser wahlweise herzhaften wie süßen Variante gut bedient. Sehr harmonisch schmeckt das Apfelkraut dann auch mit Weißwein sowie Pfeffergewürzen.

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