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Grillbrett

Sommerzeit bedeutet für viele Menschen, dass die Grillsaison anbricht. Die Klassiker auf dem Grill sind hierzulande vor allem Würstchen und Steaks. Allerdings ist das mögliche Repertoire an Grillgut viel größer und hält eine große Vielfalt bereit. Immer mehr Menschen kommen auf den Geschmack, Fisch – vor allem Lachs – zu grillen. Allerdings tritt dabei recht schnell ein Problem auf: Fisch zerfällt während des Garprozesses. Legt man ihn ohne Brett auf den Grillrost, fällt der Fisch ziemlich bald in die Glut und ist dann nicht mehr genießbar. Grillbretter sind die Lösung.

Die besten Grillbretter in der Übersicht – Holzbrett zum Grillen

Grillbrett kaufen – Worauf ist zu achten?

Es sollte sich in erster Linie um unbehandeltes, harzfreies Holz handeln. Die Art des Holzes richtet sich nach Geschmack und Grillgut. Wenn man Preise von verschiedenen Grillbrettern vergleicht, sollte das Augenmerk vor allem auf der Dicke des Holzes liegen. Ein Grillbrett ist für den mehrmaligen Gebrauch gedacht.

Je dicker es ist, umso öfter kann es wiederverwendet werden. Die Länge des Grillbretts ist vor allem von der Fläche des Grillrosts abhängig. In der Regel sind Grillbretter etwa zehn Zentimeter breit und ungefähr einen Zentimeter dick.

Durch die Dicke wird ein unerwünschtes Verbrennen oder Verformen der Holzbretter verhindert. Sofern eine größere Breite erforderlich ist, kann man problemlos mehrere Grillbretter nebeneinander auf den Grill legen.

Grillbrett– Tests und Vergleiche anstellen

Theoretisch ist es möglich, selbst ein Grillbrett herzustellen. Allerdings muss dieses mindestens ein halbes Jahr trocknen, ehe man es verwenden kann. Dafür haben die wenigsten Menschen Zeit und Muße. Es gibt eine Vielzahl an Anbietern, die Grillbretter anbieten.

Man wird im Internet, sowie in Fachmärkte schnell fündig. Welches Grillbrett das richtige für die persönlichen Bedürfnisse ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Wenn man die oben genannten Kaufkriterien (Dicke, unbehandelt, frei von Harz) beachtet, ist man relativ auf der sicheren Seite.

Als Testsieger im Grillbrett Test sind in externen Magazinen beispielsweise die „Grill König XL Grillbretter“ hervorgegangen. Tests und Vergleiche können in der Tat dabei helfen, das passende Grillbrett zu kaufen.

Herkunft des Grillbretts oder Räucherbretts als Klassiker

Das Grillbrett hat eine weit zurückreichende Geschichte. Die Tradition hat ihren Ursprung an der nordwestamerikanischen Pazifikküste. Lange bevor europäische Einwanderer das Gebiet besiedelten, bereiteten die Ureinwohner ihren Lachs auf eine besondere Weise zu.

  • Der Fisch wurde über offenem Feuer auf feuchten Zedernholzplatten gegart. Damit war das erste Grillbrett erfunden, das sich im Prinzip kaum von den heute verwendeten Grillbrettern unterscheidet.
  • Die Ureinwohner hatten festgestellt, dass die verqualmenden Inhaltsstoffe der Rotzeder dem Fisch eine aromatische und würzige Note verliehen.
  • Bis diese Zubereitungsweise sich in  nordamerikanischen Restaurants und Haushalten durchsetzte, dauerte es jedoch noch eine lange Zeit.
  • Das sogenannte „plank-cooking“ wurde erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt.
  • Zunächst hat man Fisch oder Fleisch auf ein Holzbrett gelegt und im heißen Ofen gegart.

Als George Stephen schließlich den ersten Weber Kettle entwarf und die ersten Gasgriller auf dem Markt erhältlich waren, kam auch das Grillen auf Holzbrettern in Mode.

Welche Holzarten eignen sich für Grillbretter?

Grillbretter können aus nahezu jedem Holz bestehen. Wichtig ist jedoch, dass es sich um unbehandeltes Holz handelt. Darüber hinaus sollte das Holz möglichst frei von Harzen sein. Harzrückstände sind im Grillgut unerwünscht, verändern den Geschmack und sind manchmal sogar gesundheitsschädlich. Als Klassiker unter den Grillbrettern gilt Zedernholz.

Dieses ist besonders gut für die Zubereitung von Lachs und anderen Fischen geeignet. Das Holz ist frei von Harzen. Weiterhin verfügt Zedernholz bedingt durch seine Zellstruktur mit eingebetteten Hohlräumen über gute isolierende Eigenschaften. Die Öle, die im Holz enthalten sind, verströmen einen aromatischen Duft.

Das Grillgut erhält eine einmalige Geschmacksnote. Die Temperaturregelung beim Grillen auf dem Zedernbrett sorgt dafür, dass Fisch, Geflügel und Gemüse schonend gegart werden und somit saftig und zart bleiben.

Allerdings bieten andere Holzarten auch andere Vorteile. Je nach Bedarf sollte man sich für das passende Brett entscheiden:

  • Grillbretter aus Ahornholz verleihen dem Grillgut ein dezent süßliches, mildes Aroma. Diese Grillbretter eignen sich besonders gut für Geflügel und Schwein.
  • Grillbretter aus Buchenholz sorgen für ein charakteristisches, rauchiges Aroma. Sie sind für alle Fleisch- und Fischsorten geeignet.
  • Grillbretter aus Hickory (Walnussart) sind für ihr sehr kräftiges Aroma bekannt. Sie eignen sich für ebenfalls kräftig schmeckendes Fleisch wie Lamm, Rind und Schwein.
  • Grillbretter aus Erlenholz geben ein mildes Aroma ab. Lachs, Geflügel und Meeresfrüchte gelingen auf diesem Brett ganz wunderbar.

Welcher Grill ist für das Grillen mit Grillbrettern geeignet?

Grundsätzlich können Grillbretter auf allen Grills genutzt werden. Die besten Ergebnisse erzielt man allerdings mit Modellen, die über einen Deckel und ein Thermometer verfügen. Die Form des Grills ist ohne Belang. Auch ein Kaminabzug ist dabei nicht von Nöten.

Die richtige Verwendung des Grillbretts

Bevor man das Grillbett benutzen kann, muss man es zuvor für mindestens eine Stunde wässern. Es ist wichtig, dass das Grillbrett dabei vollständig mit Wasser bedeckt ist. Nach Bedarf kann dem Wasser Bier, Wein oder Whisky hinzugesetzt werden.

  • Soll Fisch gegrillt werden, empfiehlt es sich, das Wasser mit Meersalz anzureichern. Nach dem Wässern muss die obere Seite des Grillbretts 5 bis 10 Minuten über direkter Hitze getrocknet werden.
  • Erst danach kann man den Fisch oder das Fleisch auflegen.
  • Während des Garprozesses befindet sich ein Großteil des Brettes über einer Wasserschale.
  • Das Brett reicht nur geringfügig in die direkte Hitze hinein.
  • Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Holz verbrennt.
  • Durch das Wasser entsteht Dampf – dieser verhindert ein Austrocknen des Grillguts bei langen Garzeiten.

Darüber hinaus gibt es Grills, bei denen das Brett vollständig der direkten Hitze ausgesetzt wird. Dadurch erhitzt sich das Holz stärker und gibt mehr Rauch ab. Es verbrennt jedoch entsprechend schneller. Die Temperatur unter der Haube sollte 180 Grad Celsius – abhängig vom Grillgut – nicht übersteigen. Das folgende Video gibt weitere Anregungen.

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